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PH Ludwigsburg

Konzeption des "International Project (IPC")



In unserem „International Project“ (IPC) wird der Projektgedanke auf die Hochschuldidaktik übertragen. Die Studierenden des Lehramts an Grundschulen verschiedener internationaler Universitäten bilden internationale Online-Communities und bearbeiten im Team ein (meist empirisches) Forschungsprojekt zu einem Themengebiet aus dem Curriculum der Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik. Dabei können die Themen von den Dozenten unterschiedlich stark vorstrukturiert oder von den Studierenden auch frei gewählt werden.

Die Kooperation erfolgt über partizipative Web 2.0 Tools wie Diskussionsforen, Blogs und Wikis. Es handelt sich um eine Projektarbeit, die Kompetenzen im Bereich des selbstständigen und kooperativen Arbeitens entwickelt, vertiefte Erfahrungen mit modernen Internet- und Kommunikationswerkzeugen vermittelt, aber vor allem die professionelle Expertise der Studierenden erweitert durch interkulturelle Kontakte, Kooperationen und inhaltliche Vergleiche im Rahmen des Curriculums für das Lehramtsstudium Grundschule.

Die Studierenden der verschiedenen internationalen Partneruniversitäten wählen aus ihrem Studienbereich ein sie interessierendes und ansprechendes Thema, schließen sich mit Kommilitoninnen und Kommilitonen anderer am Projekt teilnehmender Hochschulen in einer Online Community zu einem internationalen Team zusammen, entwerfen gemeinsam und in Selbstverantwortung ein Forschungsprojekt, das sie im Anschluss (auch durch Exkursionen) durchführen und abschließend präsentieren.

Das IPC-Konzept basiert auf einem konstruktivistischen Verständnis des Lernens. Bedeutung haben die selbständige Beschaffung von Informationen und die Konstruktion von Wissen im kommunikativen Prozess. Diese stehen immer im Dienste des Aufbaus professionellen Wissens im Rahmen des Studiums, d.h. der Entwicklung von fachlicher Kompetenz im jeweiligen Studienfach. Darüber hinaus spielt die Entwicklung von Projektkompetenz eine bedeutende Rolle. Sie umfasst neben der Entwicklung von Eigeninitiative auch Teamfähigkeit und Kommunikationsbereitschaft in der Gruppe. In Kombination mit dem Einsatz vielfältiger moderner Web 2.0 Technologien erwerben die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer weitgehende Kompetenzen im Umgang mit internetbasierten Tools.
Dieser Prozess ist in entsprechender Bandbreite erst durch die vielfältigen Möglichkeiten von kollaborativen Web 2.0 Plattformen möglich. So können zum Beispiel gemeinsam entwickelte Fragebögen als Online-Formulare direkt an den Partnerstandorten ausgefüllt werden, Fragen synchron per Chat oder asynchron über Foren besprochen, Konzepte in Wikis erstellt werden.

Bei der Koordination ihrer Projekte und der Arbeit im Team sind die Studierenden zudem immer wieder mit Situationen konfrontiert, die Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz verlangen. Vor dem Hintergrund gruppendynamischer Prozesse müssen die Studierenden ihren „Platz“ innerhalb ihres Teams finden. Reflexion und Evaluation dieser Gegebenheiten und die daraus entwickelten Strategien sollen die Studierende für ihre zukünftigen, beruflichen Projekte vorbereiten. Das alles sind Prozesse, die nicht theoretisch vermittelt werden, sondern durch praktisches Tun direkt erfahrbar sind.